Mädchentag

 Realschülerinnen beim „Mädchentag#schönstark“

Grenzüberschreitungen im Alltag erkennen und sich dagegen wehren

 

In den Jahren 2017 und 2018 gab es in der Stadt Lemgo mehrere Vorfälle, bei denen Mädchen und Frauen bedrängt oder belästigt wurden. Auf Grund dieser Vorfälle und der anschließenden Diskussion darüber in der Öffentlichkeit, gab es den Wunsch danach, etwas zu unternehmen um Mädchen und Frauen in Lemgo zu schützen und zu stärken.

Im April 2018 haben die Schulsozialarbeiterinnen der Real- und Hauptschule in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Lemgo, einer Kommissarin der Kriminalpolizei Detmold und einer Trainerin des BellZETT Bielefeld, Fachinstitution für gendersensible Gewaltprävention und Bewegung, einen Präventiv-Workshop für 14- bis 17-jährige Schülerinnen durchgeführt.

Die Reaktionen waren sehr positiv. Die jungen Frauen haben gelernt, Grenzüberschreitungen im Alltag zu erkennen. Darüber hinaus haben sie Techniken kennengelernt, wie sie sich dagegen wehren können und wie sie Grenzen setzen, sowohl verbal als auch körperlich. Doch bei einem Workshop sollte es nicht bleiben!

Die Nachfrage nach ähnlichen Angeboten in Lemgo seitens der Eltern, Lehrer und auch Jugendlichen ist nach wie vor gegeben. Deshalb bot die Stadt Lemgo, Abteilung Jugend und Schule, 2019 den „Mädchentag#schönstark“ an.

An einem Freitag Mitte März fand deswegen im Gemeindezentrum St. Johann der diesjährige Mädchentag statt. Knapp 70 Schülerinnen der 9. und 10. Jahrgangstufe der Realschule, der Heinrich-Drake-Schule, des Marianne-Weber-Gymnasiums und des Engelbert-Kämpfer-Gymnasiums waren vom Schulunterricht freigestellt und trafen sich morgens direkt im Gemeindehaus.

Im Vorfeld wählten die Mädchen einen von 5 verschiedenen Workshops zum Thema Selbst-Bewusstsein und Stärke aus. Sie arbeiteten an diesem Tag in gemischten Gruppen zusammen an dem von Ihnen gewählten Thema und stellten die wichtigsten Ergebnisse am Ende des Tages im Plenum vor.

Um die Mädchen auch nachhaltig zu unterstützen, wurden Frauen aus verschiedenen Einrichtungen in Lemgo und Umgebung eingeladen, die über ihre Angebote speziell für Mädchen in Lemgo informierten. Dabei waren unter anderem Vertreterinnen der Frauenberatungsstelle „Alraune e.V.“, des „CVJM Lemgo e.V.“ und der „Familien-, Ehe-, Kinder- und Jugendberatung“ Lemgo vor Ort.

Katarina Bittles, Schulsozialarbeiterin an unserer Realschule: „Wir möchten den Mädchen durch unser Projekt ermöglichen, Stärkung zu erfahren, so dass sie auch in Situationen im Schulalltag oder wenn sie ohne Eltern unterwegs sind gut zurechtkommen.“ Katarina Bittles


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