Vorlesewettbewerb

Lea Sophie beste unter vier sehr guten

Vorlesen: Gleichwertige Kandidaten machten es der Jury extrem schwer


Wenn montags die Lemgoer Bücherfreunde nach frischem Lesestoff dürsten, erleben sie eine Enttäuschung. Denn für gewöhnlich öffnet die Lemgoer Stadtbücherei am Wochenanfang nicht und man steht vor verschlossener Tür – für gewöhnlich. Am letzten Montag im November war aber alles ein bisschen anders als sonst. Der Grund: Die Stadtbücherei öffnete ihre Pforten für den alljährlichen Vorlesewettbewerb der Realschule Lemgo.

Auch dieses Mal begrüßte Axel Koch, der Leiter der Stadtbücherei, vier versierte Vorlesewettbewerber aus den 6. Klassen, die sich in einer ersten Runde bereits gegen ihre Klassenkameraden in Sachen Betonung, Leselautstärke, Lesetempo und Lesefluss durchgesetzt hatten. Mit von der Partie waren Enie Hempelmann (6a), Veronika Fischer (6b), Leah Sophie Petkau (6c) und Ben Vogelsteller (6d).

Und gleich zu Beginn merkten die Jurymitglieder um Patrick Prix (Deutschlehrer), Michelle Kuipers (10a), Fynn Bittner (10a) und Annika Junge (Vertreterin der Stadtbücherei) und das Publikum, dass das Niveau hoch war. Enie aus der 6a präsentierte in einem tollen Lesevortrag ihre Künste. Doch wer glaubte, dass damit die Entscheidung gefallen war, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Auch die anderen Teilnehmer aus den 6. Klassen standen der ersten Kandidatin in nichts nach, sodass die Jury in der Pause mächtig ins Grübeln kam. Wer hatte hier eigentlich bis zur Halbzeit die Nase vorn? Nach den tollen Leistungen der Kids waren sich die Juryteilnehmer in dieser Frage ziemlich uneins.

Da also alle Bewerber dicht an dicht lagen, erwarteten alle Beteiligten die zweite Runde mit Spannung. Diesmal galt es einen unbekannten Text so darzustellen, dass die vier Jurymitglieder Bestnoten verteilen konnten. Und das gab es gleich mehrfach in einigen der Kategorien. Denn auch in Runde 2 präsentierten sich alle Kandidaten so, dass alle vier den Sieg verdient gehabt hätten.

Doch wie das in Wettbewerben immer so ist: Am Ende kann es nur einen geben. Und der, oder besser gesagt die, kam dieses Jahr mit Lea Sophie aus der 6c. Ihre Geschichte von den „Abenteuern der fünf Freunde“ und ihr Fremdtextvortrag überzeugten am Ende die Jury am meisten. Der hauchdünne Vorsprung ergab sich am Ende vor allem durch ihren überzeugenden Lesefluss.
War die Enttäuschung der übrigen Bewerber am Anfang noch groß, legte sich dies am Ende etwas, nachdem alle ihre Büchergutscheine überreicht bekamen und auch sie nicht mit leeren Händen dastanden.

Weiter geht es an anderer Stelle noch für Lea Sophie. Sie darf die Realschule beim Kreisentscheid in Bad Salzuflen im Januar vertreten. Und mit dieser Leistung darf sich die junge Lemgoerin dort durchaus Chancen ausrechnen. Sebastian Wiesner


Mit diesen Leseleistungen konnte sich alle vier sehen lassen und zurecht stolz sein (von links): Ben Vogelsteller (6d), Lea Sophie Petkau (6c), Enie Hempelmann (6a) und Veronika Fischer (6b) machten es der Jury sehr schwer sich zu entscheiden.

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