Fachtagung an der RSL

Experte empfiehlt eigenen Laptop

Bildung: Fördervereine müssen den Datenschutz ernst nehmen.
Thomas Werning ist Referent bei der landesweiten Tagung an der Realschule

Lemgo(gw). Wie mache ich „meinen“ Schulförderverein bekannt? Wie sicher ist der Schriftverkehr per E-Mail? Kann man Krankmeldungen auch per WhatsApp schicken? Mit diesen und anderen Fragen haben sich Teilnehmer eines NRW-weiten Fachtages nun an der Realschule am Heldmanskamp befasst.

Knapp hundert Menschen aus 60 Fördervereinen waren dabei, ein Teilnehmer kam sogar eigens aus Düsseldorf. Über das offensichtliche Interesse an der Lemgoer Veranstaltung freut sich denn auch Sascha Blank, Organisator des Tages und Vorsitzender des Fördervereins der Realschule.

Thomas Werning, der zum Thema Datenschutz referierte, sensibilisierte die Teilnehmer, besonders vorsichtig mit den Daten aus den Vereinen umzugehen. So empfahl er unter anderem, einen Vereinslaptop anzuschaffen: Nur darauf dürften sich dann relevante Vereinsdaten befinden. Wechsele der Vorstand, könne der Laptop übergeben werden.

Auch signalisiert der Referent in Sachen Datenschutz und Internetmarketing, dass der populäre Handy-Messenger-Dienst WhatsApp datenschutzrechtlich höchst fragwürdig sei, ebenso wie die frei zugängliche Umfragesoftware „Doodle“. „ Es gibt genügend Softwarealternativen, die den hiesigen Datenschutzbestimmungen entsprechen“, unterstrich Thomas Werning. Auch der Vortrag von Katja Hintze, Vorstandsvorsitzende der Berliner Stiftung Bildung, stieß auf breites Interesse bei dem größtenteils weiblichen Publikum. „Die Zusammenarbeit mit schulischen Gremien ist für jeden Verein unendlich wichtig“, bekräftigte Hintze. Ebenfalls sollten die Ehrenamtlichen die Kontakte zur lokalen Presse gründlich pflegen. „Wenn Sie den Verein bekannter machen, erhalten Sie auch mehr Spenden, was wiederum der Schule beziehungsweise der Kita, zugute kommt“, postuliert Hintze.

Gastgeber und Schulleiter Norbert Fischer zeigte sich begeistert: „Die heutige Veranstaltung ist ebenfalls ein Stück Bildung.“ Bildung entstehe nicht im stillen Kämmerlein, sondern im Austausch. Diesen suchten die Teilnehmer zwischen den Vorträgen. Beteiligt war das Ehrenamtsbüro. Text: Guntmar Wolff (LZ)

Text mit freundlicher Genehmigung der Lippischen Landeszeitung

Die Bilder mit Genehmigung von Herrn Sascha Blank.

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