Antolin

Antolin-Leseratten ausgezeichnet

Förderverein vergibt Buchgutscheine für die eifrigsten Teilnehmer

Winnetou und Old Shatterhand, Emil und die Detektive und Pippi Langstrumpf. Viele werden sie noch kennen, aus dem TV oder (die Älteren vielleicht) noch aus Büchern. Gerade die ältere Generation fragt gerne: „Wer liest denn heute noch?“ Und bekommt zur Antwort: „Die Jugend garantiert nicht!“ Solche vorschnellen Meinungen hört man immer wieder mal. Doch wie sieht die Realität aus? Einen kleinen Einblick hierzu liefert das Antolin-Projekt, das an der Realschule Lemgo erneut durchgeführt wurde.
Antolin ist ein Internetportal, in dem gemessen werden kann, wie gut jemand ein Buch verstanden hat. Nahezu jedes Kinder- und Jugendbuch ist in diesem Portal verzeichnet und es werden zu den Büchern Fragen gestellt, die man beantworten muss. Für richtige Antworten gibt es Pluspunkte, für falsche leider auch Minuspunkte. Praktisch heißt es also: Man liest ein Buch, loggt sich unter seinem Zugang ein und beantwortet die dort gestellten Fragen zu diesem Buch. Am Ende erhält man eine Rückmeldung, wie gut der Inhalt verstanden wurde und bekommt Punkte.
Auf diese Weise erhielt jeder Fünftklässler zu Beginn des Schuljahres einen Antolinzugang, um im gesamten Schuljahr zu den von ihm gelesenen Büchern punkten zu können. Die aktive Teilnahme war freiwillig. Das Ergebnis zeigte: ungefähr die Hälfte aller Schüler nahm am Antolin-Projekt teil. Manche mit einem oder wenigen Büchern, manche zeigten allerdings auch, dass sie regelrechte Leseratten sind. Vielleicht ist Winnetou nicht mehr so angesagt, dafür gibt es ganz viele verschiedene Jugendbücher, die andere Helden und Themen haben.
Und wer in seiner Freizeit so fleißig liest und punktet, der sollte auch belohnt werden. Das sagte sich auch der Förderverein der Realschule und in Vereinbarung mit der Fachschaft Deutsch wurden für die besten Punktesammler des fünften Jahrgangs Buchgutscheine übergeben. Im Einzelnen waren dies Leonie Tausendfreund mit 4020 Punkten, Niklas Wolf (1914), Felix Krause (1386), Michael Dyck (833) und Lotte Stock (767). Alle weiteren Teilnehmer erhielten eine Urkunde.
Und wie geht es jetzt weiter? Das Projekt (inklusive Belohnung am Jahresende!) wurde auf die Jahrgänge 5 und 6 erweitert. Somit kann jeder Schüler in Klasse 6 weiter auf seinem Zugang punkten. Alle Fünftklässler erhalten einen Zugang und dürfen dann auch bei Antolin mitmachen. Mögen die Romanhelden heute andere sein, gelesen wird zum Glück immer noch.                 Thorsten Holling


Unser Bild zeigt den für Antolin verantwortlichen Lehrer Thorsten Holling mit (von links) Leonie, Lotte, Felix, Michael und Niklas.                         Foto: Stephan Krause

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