Zeche Zollverein

Kohle, Koks und kraftvolle Kultur

Realschulkollegium erkundet Weltkulturerbe Zeche Zollverein


Keine Schule zu haben bedeutet ja nicht, dass man „frei“ hat: Während die Schüler am vorletzten Freitag im September daheim an ihren Aufgaben knobeln sollten, hatte die Lehrerschaft eine Fortbildung an einem „außerschulischen Lernort“ und lernte die Zeche Zollverein (www.zollverein.de) in Essen kennen.

Diese ehemalige Zeche, im Übrigen die weltgrößte, ist Weltkulturerbe der UNESCO. Wo früher Kohle gefördert und zu Koks (z.B. für die Stahlherstellung) weiterverarbeitet wurde, stehen heute die Maschinen still. Die Gebäude, aber auch das riesige Zechengelände, stehen heute als Industriedenkmal der Öffentlichkeit zur Verfügung. Man kann sich hier aber nicht nur über die Kohleförderung informieren; das Zechengelände dient auch als Veranstaltungsort für kulturelle Ereignisse. Verschiedene Künstler haben ihre Ateliers hier, es gibt eine Ausstellung zu einem berühmten Designerpreis (Red Dot Design Award) und ein Tanztheater.

So gab es auch zwei Themen für die Führungen über das Zechengelände: Eine zur Kohleförderung und eine zu den kulturellen Aktivitäten. Im Rahmen dieser Führung haben wir mehrere Kunstwerke auf dem Außengelände gesehen und konnten die Installation „Primavera“ von Maria Nordman besuchen. Trotz des kulturellen Schwerpunkts der Führung wurde aber auch die Anlage für die Kohlenwäsche gezeigt und ein Einblick in das Arbeitsleben einer solchen Zeche gegeben.

Im Rahmen der Parallelführung ging es kreuz und quer durch den riesigen Gebäudekomplex, in dem man mitunter das Gefühl hat, die Laufbänder, Pumpen, Rüttel- oder auch Waschanlagen stünden erst seit kurzem still. Durch Akustikimpulse konnte der erhebliche Krach, neben dem ein Flughafen oder unser PZ sich leise anmutet, sicher nur ansatzweise nachempfunden werden.

Nach einem späten gemeinsamen Mittagessen im Zechenbistro und vielen Fachgesprächen im Gepäck ging es schließlich auf die rund dreistündige Rücktour mit dem Bus nach Lemgo. Organisiert hatte die spannende Fahrt ins Herz des Ruhrgebiets in diesem Jahr die Fachschaft Chemie. Vielen Dank dafür. Claudia Brohl/Stephan Krause