Vorlesewettbewerb


Vorlesewettbewerb 2017 der 6. Klassen 
 

Julian König und die drei Fragezeichen im Einsatz

Nervöses Hüsteln, hektisches Rascheln, letzte aufgeregte Übungen und dann ein durchdringendes Räuspern, das als Startsignal unüberhörbar ist. Alle Augen auf einen Menschen gerichtet – drei Minuten lang lauscht ein stilles Publikum seinen Worten – endlich das Klatschen und der erleichterte Kandidat darf den Mittelpunkt wieder räumen.

Nein – dies ist nicht die Beschreibung eines Fernsehquiz´ vor einem Millionenpublikum, dies ist ein Eindruck des diesjährigen Vorlesewettbewerbs unserer Realschule. Wie jedes Jahr maßen sich die besten Vorleser der sechsten Klassen am Kläschendonnerstag miteinander in der Stadtbücherei Lemgo, um den Schulsieger zu ermitteln. Eingeladen hatte der Leiter der Bibliothek, Axel Koch, der als Gastgeber des Wettbewerbs vier hochmotivierte Kandidaten begrüßen durfte: Sara Richard (6a), Naemi Block (6b), Noel Burmeister (6c) und Julian König (6e).

Um die Aufregung des Wettbewerbs besser zu meistern, hatte jeder der Vier fünf ausgesuchte Mitschüler aus seiner Klasse mitgebracht, die durch gutes Zureden, anlächeln und applaudieren tatkräftig unterstützten.

Das Reglement des Vorlesewettbewerbs sah auch dieses Jahr wieder zwei Phasen für die Kandidaten vor: Zunächst mussten die vier Schüler aus einem mitgebrachten Roman vorlesen – drei Minuten lang. In einer zweiten Phase hatten die Vier dann einen fremden Text zu interpretieren – diesmal allerdings nur über zwei Minuten.

Den schwierigen ersten Auftritt hatte Sara aus der 6a, die aus „Absolut Wild – kleiner Affe, großes Chaos“ vorlas. Mit der Geschichte um Tierliebe, Familienzusammenhalt, Freundschaft, aber auch Eifersucht schlug sie die Anwesenden in ihren Bann. Danach löste sie Naemi aus 6b ab, die aus „Abenteuer Wälder – Opas verschwundener Schatz“, einer Abenteuergeschichte, vortrug. Dritter im Bunde war nun Noel aus der 6c, der aus dem Tagebuch-Roman „Berts gesammelte Katastrophen“ eine lustige Passage darbot, während Julian aus der 6e die Zuschauer mit den „Drei Fragezeichen – Spuk im Netz“ auf kriminalistische Spuren führte.

Nach einem Applaus für die Vorleser und einer kleinen Verschnaufpause steuerte der Vorlesewettbewerb nun auf das Finale zu – dem Vorlesen des fremden Textes. Hierfür hatte Axel Koch „Max und die wilde 7 – Das schwarze Ass“ von Lisa-Marie Dickreiter ausgesucht. In diesem Roman muss sich der Schüler Max in einer schwierigen Situationen behaupten, denn er kommt neu in eine Klasse und muss sich in dieser behaupten. Nun begaben sich die vier Kandidaten wieder der Reihe nach ans Leserpult und kämpften sich durch den unbekannten Text, der ihnen mit Fremdwörtern und Anglizismen doch einiges abverlangte.

Nachdem der letzte Satz vorgelesen war, kam nun die Jury des Vorlesewettbewerbs zum Zug. Bibliotheksleiter Koch musste nun gemeinsam mit Lehrer Patrick Prix und den Schülern Michelle Kuipers und Fynn Bittner einen Sieger aus all den überzeugenden Leistungen ermitteln – eine wirklich undankbare Aufgabe.

Um kurz nach 9 Uhr stand der Gewinner allerdings dann fest. Julian König hatte mit seiner flüssigen Lesetechnik die Jury am meisten überzeugt. Überglücklich nahm er die Siegerurkunde entgegen und darf nun die Schule beim Kreisentscheid in Bad-Salzuflen vertreten. Grämen mussten sich allerdings auch die Zweitplatzierten nicht. Mit einer ordentlichen Leistung und einem Schokonikolaus im Gepäck waren sie auch sie Gewinner an diesem Vormittag. Sebastian Wiesner

Julian König (sitzend in der Mitte) überzeugte mit seiner flüssigen Lesetechnik die Jury am stärksten, womit er Sieger des diesjährigen Vorlesewettbewerbes wurde. Noel Burmeister, Naemi Block und Sara Richard (von links) schlugen sich fast genauso prächtig.

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