Koerperwelten

Außergewöhnliche Fahrt zur Ausstellung „Körperwelten“


Am Samstag (!!), 18.01.2014 hieß es für Schülerinnen und Schüler der Kurse 10 KU, 10 SW, 10 FS und 10 IF und ihre Begleiter freiwillig früh aufstehen, denn um 8.00 Uhr startete der Bus nach Bochum. Zur Beruhigung unserer Nerven bekamen wir zu Beginn der Fahrt noch eine kleine Zuckerstärkung.

Als im Bus uns gut bekannte Musicalmelodien aus dem Lautsprecher kamen und wir gerade an der Starlight-Halle vorbeifuhren, ließen wir unsere damalige Schulfahrt mit 850 Personen zum Starlight-Express noch einmal Revue passieren.

Nach einem kleinen Fußmarsch erreichten wir die Bochumer Ausstellung. Schnell wurden noch Fotos geschossen, dann betraten wir nach wenigen Minuten Wartezeit das Gebäude. Ob zusammen in kleinen Gruppen oder einzeln für sich erforschten nun die 45 Schülerinnen und Schüler die Bochumer Körperwelten.

Diese war unter das Thema gestellt: „Zyklus des Lebens“. Folgende Stationen lernten wir kennen:
  • Embryonen und Föten in ihren Entwicklungsstadien
  • das Skelett und seine Knochen
  • die Muskeln des Körpers bei verschiedenen Tätigkeiten (so erfuhr man z.B., dass man alleine zum Stirnrunzeln über 40 Muskeln benötigt)
  • das Herz-Kreislaufsystem
  • das Nervensystem und das Gehirn
  • das Immunsystem mit allen Funktionen
  • der Verdauungstrakt
  • die Atmungsorgane
  • die Geschlechtsorgane .

Zugleich wurden bei sehr vielen kleineren Plastinaten der Unterschied zwischen Gesundheit und Krankheit gezeigt.

Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass der Künstler Gunther von Hagens seine Ganzkörperplastinate in Bewegungen inszeniert: z.B. sitzen an einem Tisch drei Männer (Pokerspieler), bei einem kann man in die Brust sehen, um seine Organe zu betrachten, bei dem zweiten Mann ist das Gehirn herausgearbeitet und bei dem dritten sind die Muskeln hervorgehoben. Oder das Plastinat „Expandierender Körper“: Bei diesem Plastinat sind die verschiedenen Organe, Muskeln, Blutsysteme u.a. auseinander gezogen dargestellt, damit man jedes Detail noch einmal für sich selbst und besonders herausgehoben betrachten kann.

Nun werfen gerade diese Plastinate viel Kritik auf: Kann man so etwas als Kunst betrachten? Das haben wir Schülerinnen und Schüler uns auch gefragt nach den vielen unterschiedlichen Eindrücken und Emotionen wie Kälte, Faszination, Erstaunen. Einige Tage später haben wir im Biologieunterricht die Fahrt nachbereitet, Meinungen und Begründungen besprochen, unterschiedliche Auffassungen ausgetauscht.

Nach unserem Besuch bei „Körperwelten“ wurden Ort und Zeit für das Treffen zur Rückfahrt festgelegt, bis dahin erkundeten wir sowohl die Stadt Bochum als auch so manche Imbissbude. Um 16.00 Uhr fuhren wir zurück, so dass wir pünktlich um 18.00 Uhr wieder in Lemgo ankamen und uns verabschiedeten.
Julia Engelhardt, 10 e